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Die Werkstatt Bonadurer.

Bonadurer waren immer Handwerker. Eine Kanzel in der Kirche von Valendas, ein Brunnentrog, gerade Balken in den Stuben — Spuren ihrer Werkstatt findet man überall im Tal.

Kanzel · Jahreszahl

Die Kanzel

In der Kirche von Valendas steht eine Kanzel, deren Jahreszahl auf einen Bonadurer hinweist — sie wurde nachweisbar von einem Mitglied der Familie geschnitzt und aufgerichtet. Holzarbeiten dieser Qualität waren in Bündner Dörfern selten — und ein Berufstand, den die Bonadurer mit Stolz pflegten.

Ein anderer Bonadurer war für mehrere Brunnen in Versam zuständig. Heute steht noch einer davon im oberen Dorfteil — mit einer Brunnenstatue, die der Verwitterung trotzt.

Was eine Werkstatt ausmacht

Werkstätten waren in den Bündner Dörfern oft kombinierte Arbeitsplätze: Schmiede, Schreiner, Wagner und Schuster teilten sich Gebäude, Werkzeuge und das Wissen. Die Bonadurer-Werkstatt war vor allem für Holzarbeiten bekannt — Balken, Möbel, kirchliches Inventar.

Die folgenden Seiten stammen aus dem Jahresbericht 1977 des Rätischen Museums in Chur. Die Historikerin Margrit Werder hat darin die Werkstatt der Bonadurer von Arezen ausführlich dokumentiert — ein seltenes Zeugnis über das Handwerk einer Bündner Bergfamilie über mehrere Generationen.

Der Artikel umfasst die Seiten 40 bis 68 des Jahresberichts und ist hier als Faksimile wiedergegeben.

Werder, Margrit. Die Werkstatt Bonadurer von Arezen. Jahresbericht 1977 des Rätischen Museums, S. 40–68. In: Jahresberichte der Historisch-antiquarischen Gesellschaft von Graubünden 1977.

— Quelle: Rätisches Museum Chur · StAGR (Chur) B/N 729/1

Kanzel · gebaut von einem Bonadurer
Brunnen · Valendas